Arbeitsweise

Handwerkszeuge des Coachings sind vor allem das Gespräch, Visualisierungen, Vermittlung von Fachwissen und Übungen. Aktuelle Erkenntnisse der Management- und Organisationslehre, der Psychologie, der Soziologie sowie Konzepte des systemischen Coachings bilden die Grundlage. Die systemischen Konzepte thematisieren die individuelle Persönlichkeit, ihre Aktions- und Gestaltungsräume sowie die Wechselwirkungen mit dem Umfeld. Sie sind wissenschaftlich anerkannt und in ihrer Wirkung vielfältig belegt. In Verbindung mit Ansätzen nach Milton H. Erickson werden vor allem die häufig unbewussten Kompetenzen, Ressourcen und Lösungsfertigkeiten aktiviert. Diese systemische Arbeitsweise ermöglicht in nachgewiesener Weise flexible, rasche und nachhaltige Veränderungen selbst bei hartnäckigen Problemlagen.

Der Mensch ist viel mehr, als er in turbulenten Zeiten zu sein scheint. Er verfügt über alle Potentiale, um selbst schwierigste Lagen zu meistern und sich weiterzuentwickeln. Dass diese Potentiale nicht immer in vollem Umfang zugänglich sind, hat vor allem zwei Gründe: Erstens, häufig werden wir nach einer gewissen Zeit „betriebsblind“. Was wir sehen, ist vor allem das Problem und seine Auswirkungen, weniger jedoch die Zusammenhänge drumherum und mögliche Lösungen. Zweitens, wir Menschen orientieren uns von Natur aus gern an dem, was sich in der Vergangenheit bewährt hat. Doch mit dieser rückwärts gewandten Strategie kommen wir nicht immer weiter, denn neue Herausforderungen brauchen neue Lösungen.

Im Coaching werden diese neuen Lösungen auf dem Hintergrund vielfältiger psychologischer und soziologischer Konzepte konstruiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Denken und Handeln in Prozessen, in Zusammenhängen und Gestaltung der Wechselwirkungen mit dem Umfeld („System“).

Coaching ist ein individueller Prozess, Lösungspakete „von der Stange“ funktionieren also nicht. Vielmehr geht es um das Entwickeln neuer Perspektiven und das Umsetzen von Schritten in Richtung dieser Perspektiven. Dabei zeichnet sich effektives, erfolgreiches Coaching durch die Konzentration auf Pragmatismus, Ressourcen und Lösungen aus. Der übliche Ablauf teilt sich üblicherweise in sechs Schritte:

Schritt 1: Einstieg (Erstkontakt, Ziele ausloten)

Schritt 2: Ziel (Festlegen der Ziele für das Coaching)

Schritt 3: Analyse (Status quo? Potentiale?)

Schritt 4: Lösung (Erarbeiten eines Lösungspaketes)

Schritt 5: Umsetzung (Ausführen neuer Ansätze)

Schritt 6: Abschlussbilanz (Abgleich Ziele/Ergebnisse)

In immer wiederkehrenden Schleifen werden die einzelnen Schritte auf ihre Aktualität hin überprüft und gegebenenfalls angepasst.